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Wohnen in Borsig-West – aber sicher!

Noch immer hält sich hartnäckig das Vorurteil, Wohnen in Borsig-West sei weniger sicher als anderswo in Dortmund. Oder dass man, wie es eine von uns befragte Passantin schroff formulierte, hier „als Mädel nachts nicht vor die Tür gehen“ könne. Wir haben mal in einer Studenten-WG nachgefragt, wie sie ihr Zuhause in Borsig-West beschreiben würden. Kleiner Spoiler: Das Wort „unsicher“ kam dabei nicht vor.

Stattdessen lassen die Begriffe, mit denen die drei Studierenden im Gespräch mit Annette Kritzler (Geografin, Museumspädagogin und vor allem: alteingesessene Dortmunderin) ihre Heimat beschreiben, eher darauf schließen, dass dies hier mehr als nur eine Zwischenstation sein könnte: „Superschön“, „Lebhaft“, „viel los“, „Tolle Aussicht“, „Altbaucharme“. Klingt alles schonmal nicht schlecht.

Aber nachts ist es doch bestimmt total gefährlich, oder? Sagen doch immer alle. „Nein, ich gehe oft nachts weg und fühle mich hier sicher“, so die etwas ungläubige aber bestimmte Antwort. Tatsächlich macht die gute ÖPNV-Anbindung Borsig-West sogar zum idealen Sprungbrett, um sich ins Dortmunder Nachtleben zu stürzen. Denn dank der vielen Linien, die am Borsigplatz verkehren, kommt man zu jeder Uhrzeit „immer zurück nach Hause“ – was bekanntermaßen nicht für alle Stadtteile gilt.

Wenn die drei trotzdem mal ihre Ruhe haben wollen, nutzen Sie den angeschlossenen Innenhof, der sich direkt hinter ihrer sanierten Maisonette-Wohnung in der Schlosserstraße befindet. Dieser ist begrünt, nur für Anwohner zugängig und eignet sich dank des WLAN-Hotspots auch dafür, hier hin und wieder für die Uni zu lernen.

Gibt es also gar nichts negatives über Borsig-West zu berichten? Doch: „Ein bisschen mehr Gastronomie wäre schön.“ Das ist dann aber irgendwie auch das Einzige, was den dreien einfällt.

Wir halten fest: In Borsig-West kannste echt vor die Tür gehen…