Fakten

„Borsig-West“ – der Name klingt zweifellos nach Dortmund, nach Ruhrgebiet. Nach Heimat eben. Aber welcher Bereich der Stadt ist damit eigentlich genau gemeint?

Das Quartier Borsig-West erstreckt sich nordwestlich des Borsigplatzes, dem „Stern des Nordens“, und umfasst das komplette Gebiet zwischen den drei Zufahrtsstraßen Oesterholzstraße, Borsigstraße sowie Oestermärsch (nach Westen hin begrenzt durch die Gronaustraße).

Hinter Borsig-West verbirgt sich aber weitaus mehr als nur ein paar Straßennamen: Das Viertel blüht und gewinnt jeden Tag ein bisschen mehr. Hier trifft jugendlich-dynamische Urbanität auf rustikale Vergangenheit von Stahlindustrie und Bergbau und schafft ein Stadtbild, das von Vielfalt und Weltoffenheit geprägt ist.

Kein Wunder, schließlich ist kaum ein Viertel in Dortmund so bunt und facettenreich wie Borsig-West und die direkte Umgebung: fast 60.000 Menschen aus 150 Nationen leben in der Dortmunder Nordstadt Tür an Tür, treffen sich in einem der zahlreichen Jugend-, Familien- oder Seniorentreffs und schicken ihre Kinder auf eine der insgesamt zwölf Schulen.

Ihr merkt schon: In Borsig-West ist einiges los! Neben der blühenden Gegenwart und vielversprechenden Zukunft finden sich hier auch zahlreiche Orte mit großer Vergangenheit. Nicht nur in Bezug auf die legendäre „Trabantenstadt Hoesch“, sondern auch auf den Fußballriesen Ballspielverein Borussia 09, der in Borsig-West seine ersten Gehversuche machte.

Erfahrt mehr darüber in unserem Abschnitt „Historie“…

Historie

Von Borsianern und Hoeschianern.

Wenn man das Wort „Borsig“ langsam ausspricht, kann man ein „Boah“ hören – das passt irgendwie, denn die Geschichte unseres schönen Nordstadt-Quartiers steckt voller Überraschungen und faszinierender Entwicklungen. Wusstest du zum Beispiel, dass hier früher nicht einfach nur Dortmunder lebten, sondern „Borsianer“ und „Hoeschianer“? Nein, das sind keine Außerirdischen; so nannte man die Mitarbeiter und Anhänger der zwei großen ansässigen Wirtschaftsunternehmen Borsig und Hoesch.

Bereits im 18. Jahrhundert war der Borsigplatz nämlich ein absoluter Hotspot für Stahl- und Schwerindustrie. Damals ließ sich die Familie von Leopold Hoesch im Dortmunder Norden nieder und gründete dort die Hoesch AG, die bis in die 1980er Jahre zu den größten Stahlkonzernen Europas zählen sollte. Kein Wunder, dass der Industriemagnat noch heute als Namensgeber zahlreicher Einrichtungen – etwa des Hoeschparks, des Hoesch-Freibads oder des Hoesch-Museums – omnipräsent ist.

Sein Pendant im Bereich Maschinenbau war Albert Borsig, Sohn des „Lokomotiv-Königs“ August Borsig, der Mitte des 19. Jahrhunderts in Dortmund eine Maschinenfabrik eröffnete. Obwohl das Unternehmen 1911 eine Tochter des Hoeschkonzerns wurde, haben auch die Borsigs ihre wohlverdienten Reminiszenzen in unserer Stadt erhalten: Die Borsigstraße, den berühmten Borsigplatz und natürlich seit neustem auch das Quartier Borsig-West.

Eine von Borsigs Lokomotivkonstruktionen trug übrigens den Namen Borussia – umso passender ist es, dass die Mannschaft von Borussia Dortmund heute nach größeren Erfolgen durch ein Meer von Fans um den Borsigplatz fährt. Wenngleich der BVB, der 1909 direkt am Borsigplatz im Restaurant Zum Wildschütz gegründet wurde, natürlich nicht nach einer Dampflok, sondern nach der Borussia-Brauerei benannt wurde (die sich bis 1901 ebenfalls im Dortmunder Norden befand). Das erste Stadion des Ballspielvereins Borussia befand sich sogar an der Stelle, wo heute der Hoeschpark liegt.

Du merkst schon: irgendwie hängt hier alles zusammen. Kein Wunder, denn die Vergangenheit von Borsig-West ist reichhaltig und glanzvoll. Genau wie seine Zukunft – da sind wir uns sicher.

Menschen

Borsig-West ist bunt. In kaum einem anderen Teil von Dortmund trifft man auf kleiner Fläche auf so viele verschiedene Menschen und Kulturen wie hier. Die spannenden Geschichten der Nordstädter und ihr Leben rund um den Borsigplatz sind es wert, erzählt zu werden.

Die Menschen, die hier Zuhause sind, beleben das Viertel, engagieren sich und stellen eine Vielzahl an Veranstaltungen auf die Beine, die das ganze Viertel bereichern. Wusstest du zum Beispiel schon, dass hier regelmäßig Musiker auf offener Straße zusammenkommen, um gemeinsam zu musizieren? Oder dass die Nordstadt ihren eigenen Podcast hat, der aus dem Herzen des Viertels berichtet? Es gibt viel zu entdecken, ein genauerer Blick lohnt sich.

Kultur

Wer nach Borsig-West kommt, kann was erleben – und zwar jeden Tag, egal ob im Bereich Kultur, Freizeit oder Shopping! Denn als größtes zusammenhängendes Altbaugebiet im Ruhrgebiet besticht die Nordstadt nicht nur durch imposante Architektur, sondern auch durch ein buntes Freizeitangebot für alle Altersgruppen.

In dem an Borsig-West angrenzenden Einkaufszentrum an der Bornstraße sowie bei den zahlreichen Einzelhändlern an Münsterstraße, Schützenstraße und Borsigplatz findet man nicht nur alles, was das Herz begehrt, sondern dank unserer vielfältigen Bevölkerungsstruktur noch viel, viel mehr: Ein bunter Mix aus gutbürgerlichen, türkischen und orientalischen Spezialitäten sorgt hier für den ganz besonderen Einkaufs-Charme, den man in anderen Teilen der Stadt vergebens sucht.

Und wer das besondere Etwas am Tag ausnahmsweise mal nicht findet, der wird spätestens beim Eintauchen ins Nachtleben fündig: Rustikale Kneipen, flippige Bars, Poetry-Slams und Konzerte – das alles macht Borsig-West zum aufregenden Hybrid aus urbanem Lifestyle und multikulturellem Ruhrpott-Flair, der schon längst szenebewusste junge Menschen aus anderen Stadtteilen anzieht.

Freizeit

„Joggen kann man am besten am Phoenix See“, „Zum Einkaufen müssen wir in die Thier-Galerie“, „Essen gehen? Sollten wir in der Innenstadt“ – noch immer hört man diese Sätze, wenn es um die Freizeitgestaltung in unserer Stadt geht. Dabei sind sie vom Wahrheitsgehalt ungefähr vergleichbar mit der Annahme, man müsse für guten Fußball nach Gelsenkirchen fahren. Nein: Du musst nicht ins Zentrum von Dortmund – Borsig-West bietet dir alles auf einem Fleck!

Besonders der Irrglaube, die Nordstadt böte keine Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten, verwundert, denn genau genommen atmet Dortmunds „Grüne Lunge“ sogar mitten in Borsig-West: Da wäre einmal der Hoeschpark, der nicht nur tausenden Hobby-Sportlern, sondern auch den Baseball- und American-Football-Profis der Wanderers beziehungsweise Giants ein Zuhause bietet. Im Nordwesten erstreckt sich zudem auf 63 Hektar der Fredenbaumpark, der nicht nur während des mittelalterlichen Lichter-Weihnachtsmarkts in den schönsten Farben erstrahlt.

Du siehst: Frischluftjunkies und Sportler aller Art sind in Borsig-West bestens aufgehoben. Wer einfach nur chillen, grillen oder Gras unter den Füßen spüren möchte, kann dies auch auf den zahlreichen Grünflächen innerhalb der Viertelgrenzen tun. Eure Kids finden hier an zahlreichen gepflegten, brandneuen Spielplätzen ebenfalls ihr nächstes Abenteuer.

Und die Kulinarik? Die wartet rund um den Borsigplatz mit einem umfangreichen Angebot an Cafés und Restaurants darauf, von dir entdeckt zu werden: Vom guten alten „Ruhrpott-Carpaccio“, eine Currywurst mit Pommes, über italienische, spanische oder arabische Spezialitäten bis hin zu vegetarischen und veganen Köstlichkeiten – hier wirst du zu fairen Preisen garantiert satt!

Hier entsteht was

„Hier entsteht was“ – und zwar nicht irgendwas, sondern ein neuartiges Wohn- und Lebensgefühl.

Unsere modernisierten Wohnkomplexe bieten in Sachen Komfort und Sicherheit einen hohen Standard. Kein Wunder, denn Borsig-West vollbringt das Kunststück, sowohl die Bedürfnisse des Einzelgängers, als auch die des geselligen Nachbarn zu erfüllen: Wer gerne alleine ist, kann mithilfe moderner Videosprechanlagen dafür sorgen, dass das auch so bleibt. Wer hingegen gern unter Menschen ist, der wird sich auf den fröhlichen Nachbarschaftsfesten der Innenhöfe gut aufgehoben fühlen.

Sowieso wird das Miteinander in Borsig-West großgeschrieben, denn hier wohnt man nicht einfach nur – hier lebt man. Regelmäßige Mitmachaktionen sorgen dafür, dass das Viertel noch lebendiger, bunter und gemeinschaftlicher wird, als es ohnehin schon ist. Du kannst beispielsweise mit anderen Quartiersbewohnern Blumenbeete in den Außenanlagen anlegen und damit gleich vier gute Dinge auf einmal erledigen: Neue Kontakte knüpfen, das Gemeinschaftsgefühl stärken, die Außenanlage verschönern und 30.000 Schwarzgelben einen Gefallen tun.

Schwarzgelbe? Nein, damit sind ausnahmsweise mal nicht die BVB-Fans gemeint, die jeden zweiten Samstag ins Stadion pilgern, sondern die neuen Honigbienen-Völker, die kürzlich ihre ganz eigenen Wohnkomplexe in Form eines Bienenstocks am Lütgenholz bezogen haben. Die erste Honigernte – das „Gold von Borsig-West“ – bekommst du als Lohn für die Nachbarschaftsarbeit übrigens schon am Ende des Jahres!.

Bei den Mitmachaktionen ist natürlich jeder willkommen, genauso wie auf den Flohmärkten, Street-Food-Festivals und allen anderen Events. Check einfach unseren Veranstaltungskalender, wann die nächsten Aktionen geplant sind – wir freuen uns auf dich!